Bundeswehr
Was wäre wenn ?!?
Aus dem Mitteilungsblatt vom Freitag, den 8.07.2005
Unser PzArtBt! 2 und die Blücherkaserne werden wir in Heli, insbesondere die Schüler/innen um Gymnasiallehrer und Koordinator Schute Wirtschaft Bundeswehr Berthold Schramm, im Rahmen struktureller Änderungen und Standortauflösungen, vermissen. Die Soldaten am Standort waren und sind noch immer gute Vertraute und Berater in Sachen Bundeswehr. Wissbegierige Schüler haben stets den guten Service und die Gastfreundschaft in der Blücherkaseme genossen, zumal viel Wissen zur individuellen Weichenfeststellung im Berufsleben vermittelt wurde und auch noch gegenwärtig geschieht. Es ist ein großes Plus, einen Standort vor Ort in Schulnähe zu haben. Das Schuljahr geht bald zu Ende und es wird wieder einmal Zeit, ein wenig Resümee über einige Aktivitäten im Rahmen von Schule, Wirtschaft und Bundeswehr zu ziehen. Bekanntlich profitieren ja Schüler/innen von Außenkontakten manchmal mehr als von notwendigen iehrp langesteuerten Tagesprogrammen oder Routineübungen mit Prüfungsrelevanz. Dies ist notwendig, doch schön ist es natüriich auch, ein sogenanntes „pädagogisches Fenster" in die Berufswelt zu öffnen. Erfahrungen macht man bekanntlich nur dort wo man auch aktiv und kreativ sein kann. So haben die Schüler/innen des Jahrgangs R 9 ihre ersten Berufserfahrungen während des Schülerbetriebspraktikums gemacht und diese im Unterricht aufgearbeitet. Sie lernten im täglichen Rhythmus des jeweiligen Betriebes, der Institution und der Bundeswehr erste Schritte ins Berufsleben zu machen. Es galt, den Berufsalltag als Industriemechaniker, Mechatroniker, Friseurin oder Bundeswehrsoldat zu erleben und die erlernten Schlüsselqualifikationen unter Beweis zu stellen. Zufrieden über deren Leistung ist im nachhinein auch ihr Betreuer, Gymnasiallehrer Berthold Schramm. „Den Schritt aus dem behüteten Schulalltag ins leistungsorientierte Berufsleben haben sie relativ gut gemeistert", so Schramm. „ Es war äußerst interessant, die Schüler/innen in den Betrieben der Region munter werkeln zu sehen, zumal der Besuch gleich der Pflege der Schule-Wirtschaft-Kontakte diente." Auch die Bundeswehr in Heli leistete als Ausbildungsstätte einen großen Beitrag im Rahmen des Schülerbetriebspraktikums der R 9, und auch interessierte Schüler der H 10 nutzten diese Möglichkeit. Eine Photoausstellung „Galerie der Ausbildungsberufe", großformatige Poster, vom Schulleiter Joachim Krüger eigenhändig im Schulgebäude der Mittelstufe platziert und von Schramm fotografiert, zeigt deutlich diese Berufsfelder der Schüler im Praktikum. Was kommt nach Standortauflösung in Heli, Fritzlar oder Mühlhausen, gibt es Möglichkeiten der Neuorientierung im Sinne der Schüler?
A propos Fritzlar, Fritzlar lässt grüßen! Da gibt es doch einen ehemaligen Schüler der FvS der mittlerweile im Dienste der Bundeswehr schon Feldwebel geworden ist und im Auslandseinsatz prägende Erfahrungen gemacht hat, die er den Schülern seiner ehemaligen Schule in einer Infoveranstaltung zu Teil werden ließ. „Kabul im Klassenzimmer," so umschrieb Patrick Brauner, Feldwebel bei den Heeresfliegem in Fritzlar, seine brillante Powerpoint-Präsentation über Land und Leute, Probleme, Freuden und Gefahren des Alltags im Auslandeinsatz und im Dienste der Bundesrepublik.Deutschland- Stille kehrte im Hörsaal der FvS ein, eine "interessante Hochspannung" war zu spüren, die sonst nicht typisch für den täglichen Unterricht ist. Auch Schüler der abgehenden R 10 nutzten vor Ort die zusätzliche Info-Möglichkeit. Auch während der Hartz IV-Prä-sentation von Rechtsreferendarin Sarina Hildmann, ehemalige Schülerin der FvS, war relative "Funkstille" und aktive Diskussion.
Ferner zeigte die Bewerbungsgesprächsrunde der H-Abschlussklassen unter Leitung von Firmen- und Personalchefs der Region und der Schulsozialarbeiterin. Anke Strube konstruktive Wirkung. Doch was wäre wenn, was wäre ohne die regionalen Wirtschaftskontakte Schramms im Rahmen seiner Zusatzaktivitäten? Schule und Wirtschaft, Praxisbezüge, Arbeitsprozesse kennen zu lernen und später gute Berufsabschlüsse zu erzielen sind notwendige Voraussetzungen für gesellschaftliche Erfolge. So kommt man auch nicht umhin, die langjährigen, produktiven Kontakte zur Firma VOGT und der Firma FORMAT Tresorbau in Hessisch Lich-ienau und all den guten Kräften und Sponsoren im „Netzwerk Schule und Wirtschaft der FvS-Heli" deutlich dankend hier zu erwähnen. Ein Besuch unserer InternetHomepage unter www.fvs.de lohnt sich immer! All diese curricular sinnvollen Aktivitäten sind natürlich nur möglich, wenn der Schulleiter, Joachim KRÜGER, und der pädagogische Leiter, Uwe PETERSEN, die AKTIVITÄTEN voll unterstützen. Schule lebt und fördert gemeinsam.
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Bilder: B. Schramm