DNA unter der Lupe
Gentechnikprojekt der Universität Kassel an der Freiherr-vom-Stein Schule
Besuch von der Universität im Biologie-Leistungskurs der 12. Klasse der Freiherr-vom-Stein Schule. Auf dem Programm: Tätersuche mit Hilfe des genetischen Fingerabdrucks.
Durch selbst verdientes Geld, das aus dem Verkauf von Kuchen stammte (Danke an alle Esser!), haben wir dieses Experiment finanziert, das studentische Mitarbeiter des ScienceBridge-Projekts der Universität Kassel durchführten.
Der genetische Fingerabdruck dient der Identifikation von Straftätern oder einem Vaterschaftsnachweis. Unter Laborbedingungen und unter dem Einsatz spezieller technischer Geräte, wurde dazu zunächst Erbgut in Form von DNA aus dem Speichel gewonnen, getrennt und gewaschen. Anschließend wurde die DNA vervielfältigt und mit zusätzlichen Stoffen versetzt um sie sichtbar zu machen.
Letztendlich wurde dann die gewonnene DNA in eine Gelschicht gespritzt, sodass ihr Bandenmuster sichtbar wird, woran sich die Länge der DNA bestimmen lässt.
Hier liegt der Schlüssel für die Täterüberführung, denn die entstehenden Muster sind individuell und ermöglichen ein nahezu 100%ige Identifizierung.
Der Kurs war sich einig: ein spannender informativer Tag, auch ohne die Überführung eines „echten“ Täters.
(HNA, 12.12.2006)