Traumjob: Autos aufmotzen
Traumjob: Autos aufmotzen
Schüler lernten 80 Berufe der Metall- und Elektroindustrie kennen
Hess.Lichentau Daniel will später Autos aufmotzen. Dafür muss der 15-Jährige eine Lehre zum Kfz-Mechatroniker machen. Was er dafür alles braucht, erfuhr der Schüler gestern im Infomobil der Metall- und Elektroindustrie. Sogar die Adressen ausbildender Betriebe in Nordhessen suchte und druckte er sich am Computer heraus. Auch heute noch ist das Infomobil in der Freiherr-vom-Stein-Schule zu Gast und gibt Auskunft über gewerblichtechnische und kaufmännisch-industrielle Berufe. Und das sehr anschaulich: Zu sehen ist eine Produktionsstraße und bei einer Zerspanungsmaschine fliegt sogar die Späne.Unter der Leitung der Berufsberater Siegfried Vogel und Winfried Peng lernen 180 Schülern der siebten und achten Haupt- und Realschulklassen an sechs Computerterminals 80 Berufe kennen. Mit Bewerbungstests können sie heraus finden, für welche sie sich am besten eigenen. "Es ist wichtig, den Jugendlichen Informationen zu geben, was für Qualifikationen gefragt sind", sagt Frauke Syring, Sprecherin des Verbandes der Metall- und Elektrounternehmen Hessen, Bezirksgruppe Nordhessen. Neben guten Noten seien auch die sozialen Kompetenzen wichtig.Bereits im Arbeitslehre-Unterricht besprachen die Schüler verschiedene Berufsfelder. "Wir weisen auf die Kompetenzen hin, die man braucht, um den Beruf zu erlernen", sagt Berthold Schramm, begleitender Lehrer des Projekts. Im nächsten Schuljahr stehen die Betriebspraktika für die Schüler an. Um den Schülern einen Einblick in die Arbeitswelt zu geben, hängen im Mittelstufengebäude der Freiherr-vom-Stein-Schule Poster von Schülern im Praktikum. In einer Ausstellung haben sie ihre Arbeitsplätze beschrieben und stehen für Informationen zur Verfügung. Für den 15-jährigen Patrick kam das Infomobil gerade richtig. Er möchte Landmaschinenschlosser werden und rechtzeitig in Erfahrung bringen, was er dafür alles braucht. Auch der 13-jährige Manuel hat sich bereits entschieden:Er will Koch werden. Nur Franco (14) weiß noch nicht so recht, was er machen will. Aber möglicherweise hilft das Infomobil bei der Entscheidung. Vielleicht ist ein Beruf in der Metall- und Elektroindustrie ja etwas für ihn. (ZND)