Freiherr-vom-Stein-Schule

Freiherr-vom-Stein-Schule

Gesamtschule mit gym. Oberstufe in Hessisch Lichtenau

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Schau ihm in die Augen

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„Ich war richtig aufgeregt, hab aber viel gelernt, wie ich bei meinen Bewerbungen vorgehen kann“, sagte Wladimir gestern. Gemeinsam mit seinen Kameraden der neunten Hauptschulklasse der Freiherr-vom-Stein-Schule Hessisch Lichtenau übte er, wie man sich bei Vorstellungsgesprächen richtig anstellt.In den ehemaligen Hessentagsbüros durften sich die Schüler an realen Bewerbungsgesprächen versuchen. Firmenchefs wie Rewe-Partner Gerhard Feldhoff nahmen die Jugendlichen Daniel, Giovanni, Franco und Wladimir – die Einzelhandelskaufmänner werden möchten – freundlich aber bestimmt in die Mangel. „Wie kommt es zu der vier in Deutsch und Mathe?“ war nur eine der unangenehmen Fragen, denen sich die Jugendlichen stellen mussten.
„Die Schüler haben in Kleingruppen die Möglichkeit, ein Vorstellungsgespräch zu üben“, erläuterte Schulsozialarbeiterin Anke Strube, die mit Lehrer Berthold Schramm die Planungsgruppe für das Projekt bildet.
Im Vorfeld hatten die Jugendlichen bereits ein Bewerbungstraining der AOK absolviert, bei dem es um den richtigen Auftritt und korrekte Unterlagen für die Bewerbung ging.
Trotz aller Bemühungen ist es für die Schüler schwer, einen Ausbildungsplatz zu bekommen. „Wir wollen ihnen Mut machen und realistische Perspektiven geben“, sagte Anke Strube. Dazu bekommen die Schüler Rückmeldungen über das Gespräch, zum Beispiel dass auch das Hobby ein wichtiger Aspekt im Vorstellungsgespräch sein kann.
Ein guter Hinweis für die Schüler, denn: Im vergangenen Jahr bekamen nur zehn Prozent der Hauptschulabsolventen direkt einen Ausbildungsplatz.
Damit das bei den Schülern der Freiherr-vom-Stein-Schule gut klappt, hatte Gerhard Feldhoff viele Tipps auf Lager. Zum Beispiel, dass Zuverlässigkeit ein sehr wichtiges Kriterium sei.
Aber auch individuelle Kritik gab es. „Mir war wichtig, dass er immer wieder Augenkontakt gesucht hat“, erläuterte Gerhard Feldhoff dem 17-jährigen Wladimir. Zusätzlich beobachteten sich die Schüler gegenseitig, in puncto Sprache und Haltung.
Für die Schüler ist das Training ein echter Gewinn. „Dadurch sehen wir, wie es in echt ist“, sagte Giovanni und Franco ergänzte: „Dann sind wir nicht mehr so nervös.“

(znd)