Freiherr-vom-Stein-Schule

Freiherr-vom-Stein-Schule

Gesamtschule mit gym. Oberstufe in Hessisch Lichtenau

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Mr. Bean und die Eisdiele

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13 französische Austauschschüler besuchten die Freiherr-vom-Stein-Schule

Hessisch Lichtenau.Das Leben in der Freiherr-vom-Stein-Schule läuft doch etwas anders ab als das an der katholischen Privatschule Collége Sainte Thérèse in Saint-Gaudens (bei Toulouse). Das merkten 13 Austauschschüler, die vom 19. bis 28. April Achtklässler aus Hessisch Lichtenau besuchten. „Wir freuen uns, dass es seit langer Zeit wieder mit einem Austausch geklappt hat“, betont Reinhard Lorenz, Initiator des Austauschs.
Nach zwei Jahren Vorbereitung kam der erste Besuch zustande. Organisiert wurde er von den Lehrern Sinje Ahrens und Manfred Brill. Es erklärten sich sogar mehr Schüler bereit, einen Gast aufzunehmen, als kommen konnten. „In Südwestfrankreich wird nicht soviel Deutsch gelernt, ich bin mit meiner ganzen Klasse hier“, erklärt Nicole Encausse, Deutsch-Lehrerin am Collége.
In den vergangenen Tagen besuchten die französischen Schüler unter anderem die Wartburg und Eisenach. Neben der Kultur kam auch der Spaß nicht zu kurz. „Wir haben uns nachmittags getroffen und waren zum Beispiel in der Eisdiele“, erzählt Denise. Zudem gab es am Mittwoch für eine Austauschschülerin eine große Geburtstagsparty.
Julien wagte sich mit seinen Gastgebern ins Kino. „Mr. Bean macht Ferien“ stand auf dem Programm und er hatte sogar einen kleinen Vorteil: „Im Film wird ab und zu französisch gesprochen“.
Weniger streng

Das es im deutschen Unterricht weniger streng zugeht fiel Marina auf: „Die Lehrer sind etwas lockerer.“ Und auch zum Lernen war reichlich Gelegenheit. „Julien lernt schon seit vier Jahren deutsch. Meine Eltern beherrschen kein französisch und sprechen nur deutsch mit ihm, so kann er gut dazulernen“, erklärt Tim.
So schön es ist, die Gäste aus Frankreich zu Besuch zu haben, manchmal ist es schon stressig, gibt Denise zu. „Man muss sie immer bei Laune halten, denn man will ja, dass es ihnen in Deutschland gefällt.“
Auch das Essen ist erst einmal gewöhnungsbedürftig für die Gäste. „Es ist ein bisschen komisch, weil hier Wurst zum Frühstück gegessen wird, und manchmal wird abends fast nicht mehr gegessen“, erklärt Marina. Ihrem Klassenkameraden Benoit hat es eine süddeutsche Spezialität besonders angetan: „Ich habe Knödel mit Fleisch und Sauce gegessen, das hat sehr gut geschmeckt“, schwärmt er.
„Wir haben viele Menschen kennen gelernt und sind viel herum gekommen“, zieht Marina ein erstes Resumee aus ihrem Besuch in Deutschland.
Am Samstag ging es für die französischen Gäste zurück in die Heimat. Aber bald sehen sich Gäste und Gastgeber wieder: Im September fahren die Freiherr-vom-Stein-Schüler nach Südfrankreich. (znd)

HNA, den 01.05.2007