WERRA-MEISSNER-KREIS. Die Juroren konnten sich einfach nicht entscheiden. So lobten sie kurzerhand gleich zwei Hauptgewinner aus: Die Freiher-vom-Stein-Schule in Hessisch Lichtenau sowie Eckhard Holtzmann vom Nabu Rossbach erhielten gestern Vormittag den Umweltpreis des Werra-Meißner-Kreises.
Letzterer konnte die Auszeichnung für sein „Lebenswerk“, allerdings nicht persönlich entgegen nehmen. Stattdessen hatte er seinen stellvertretenden Nabu-Vorsitzenden Ulrich Hartman zur Preisverleihung in das Jugenddorf Hoher Meißner geschickt, der die Urkunde und den dazugehörigen 500-Euro-Scheck aus den Händen von Umweltdezernent Henry Thiele empfing.
Insbesondere die großen Verdienste, die der Hauptgewinner sich im Flächennaturschutz erworben habe, hätten die Jury überzeugt. Ähnlich bewerteten Henry Thiele, Uwe Roth und Ekkehard Rogeé auch die Bewerbung der Freiherr-vom-Stein-Schule.
Das Projekt „Ein neuer Blick auf die Natur“ sei besonders auf Nachhaltigkeit angelegt und beinhalte zudem die zur Sensibilisierung der Schüler so wertvollen Bausteine „Kinderakademie“ und „Zukunft denken“. Die Jungen und Mädchen sollen möglichst früh einen kreativen Zugang zu Wissenschaft, Natur und Technik erhalten.
Zudem beschäftigen sich die Kinder jahrgangsentsprechend schwerpunkthaft mit chemischen und biologischen Beobachtungen und Experimenten. Selbst die Oberstufenschüler beteiligten sich an dem Projekt und gewannen während eines Betriebspraktikums bei Seeger Engineering Einblicke in die Welt der erneuerbaren Energien.
„Hier hat es uns ganz besonders beeindruckt, dass alle Schüler der Klassen vier bis zwölf eingebunden waren“, so Henry Thiele, der bei der Preisverleihung von Landrat Stefan Reuß und Umweltberaterin Gabriele Maxisch unterstützt worden war. Die Schule habe den Umweltschutzgedanken fest in das Schulprogramm verankert und verfolge so den Ansatz, bei den Jungen und Mädchen über die gesamte Schulzeit hinweg, personenbezogene Neugierde und Verantwortung gegenüber ihrer Umwelt zu entwickeln, damit sie sich langfristig für umwelterhaltende Projekte engagieren. Die Schule erhielt ebenfalls 500 Euro.
Von Melanie Salewski