Freiherr-vom-Stein-Schule

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Gesamtschule mit gym. Oberstufe in Hessisch Lichtenau

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Claassen stiftet Stipendium

Storyfoto Neues Folkert-Claassen-Stipendium vergeben – Zwei Doktorandinnen aus der Region

GÖTTINGEN. Ramona Grindel aus Hess. Lichtenau (Werra-Meißner-Kreis) und Parastu Bahramsari aus Kassel sind die ersten Doktorandinnen der Universität Göttingen, die das neue Folkert-Claassen-Stipendium erhalten. Die finanzielle Förderung für herausragende Doktoranden wurde gestiftet von Prof. Utz Claassen. Der Top Manager möchte mit der Namensgebung an seinen Vater erinnern.
Das dreijährige Stipendium soll Doktoranden der Gesellschaftswissenschaften zugute kommen, dazu zählen Sozial-, Wirtschafts-, Rechts- und Agrarwissenschaften sowie Forstwissenschaften und Waldökologie. Die Dissertationsvorhaben müssten „förderungswürdig und förderungsbedürftig“ sein, sagte Claassen jetzt in Göttingen. Die Hochbegabung der Doktoranden müsse sich unter anderem in Abitur- und Examensnote sowie in konstant herausragenden Leistungen niederschlagen. Zum anderen müsse nachweisbar sein, dass die Doktoranden ihre Arbeiten ohne die finanzielle Unterstützung nicht in der vorgesehenen Zeit verfassen könnten.
Zudem erwartet Claassen Engagement. Grindel und Bahramsari hätten in den Auswahlgesprächen Idealismus und großes Interesse an ihren Themen gezeigt, sagte er: „Sie arbeiten an Themen, die sie wirklich bewegen, und nicht, um irgendwann mal einen Doktortitel zu haben“. Zu den erwarteten Noten und der Höhe der finanziellen Förderung äußerte sich Claassen nicht. Die Stipendien seien „angemessen dotiert“, sagte er. Die Universität Göttingen tue gut daran, „besonders attraktiv für besonders Leistungsfähige“ zu sein, sagte Uni-Präsident Kurt von Figura. Solche Anreize seien über Stipendien und Vergünstigungen möglich. Zudem schlage sich in Stipendien auch der Alumni-Gedanke nieder: „Wer selbst den Vorteil einer Hochschulbildung genossen hat, der sollte auch etwas davon weitergeben“. Von Figura und Claassen setzen darauf, dass das neue Stipendium nun Nachahmer findet.
Claassen ist Mitglied des Stiftungsrates der Göttinger Universität. Der heute 45-Jährige legte mit 17 Jahren in Hannover ein 1,0-Abitur ab. Als Stipendiat studierte er zwei Jahre an der britischen Universität Oxford. Claassen war von 1997 bis 2002 Vorstandsvorsitzender der Göttinger Sartorius AG und von 2003 bis 2007 Vorstandsvorsitzender des Energieversorgers EnBW. Ramona Grindel stammt aus Hess. Lichtenau (Werra-Meißner-Kreis), wo sie die Freiherr-vom-Stein-Schule besucht hat. Seit 2001 hat sie in Göttingen Rechtswissenschaften studiert und das erste Staatsexamen abgelegt. Seit August 2007 arbeitet sie an ihrer Doktorarbeit, die von Prof. Dr. Jörg-Martin Jehle vom Institut für Kriminalwissenschaften betreut wird. Grindel beschäftigt sich in ihrer Dissertation mit der „Anordnung der nachträglichen Sicherungsverwahrung bei Jugendlichen und Heranwachsenden bei Verurteilung nach Jugendstrafrecht. (coe)

(HNA Göttingen, 31. Okt. 2008)