Freiherr-vom-Stein-Schule

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Gesamtschule mit gym. Oberstufe in Hessisch Lichtenau

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"Ich war doch eine der Jüngsten…"

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Eine jüdische Zwangsarbeiterin erzählt aus ihrem Leben.

Einen Einblick in ihre bewegende Lebensgeschichte gab Frau Blanka Pudler den Schülerinnen und Schülern der 10. Klassen. Die 78jährige schilderte zunächst ihre Kindheit, die durch die Armut der Familie und häufigen Sprachwechsel (deutsch, ungarisch, ukrainisch) gekennzeichnet war, der durch Umzüge und wechselnde politische Verhältnisse zustande kam. Mit der Besetzung Ungarns durch deutsche Truppen 1944 fand das Familienleben ein jähes Ende. Über das Ghetto in Lewa wurde die Familie nach Auschwitz deportiert. Dort wurde das 15jährige Mädchen von ihren Eltern getrennt, die sie nie wieder sehen sollte. Die persönlichen Schilderungen des menschenverachtenden Lagerlebens, der Demütigungen und der Angst vor den immer wiederkehrenden Selektionen sind erschreckend anschaulich und nahegehend. Ihre Zeit als Zwangsarbeiterin in der Munitionsfabrik Hirschhagen, wo sie gefährliche und sehr giftige Arbeiten verrichten musste, ist die nächste Station ihres Leidensweges, der erst mit der Befreiung durch die amerikanischen Streitkräfte im April 1945 ein Ende fand.
Trotzdem – so macht Frau Pudler in dem anschließenden Gespräch deutlich – hat sie keine Vorbehalte gegen die heutigen Deutschen insbesondere nicht gegen die Generation der Jugendlichen. Jedoch gibt sie den Schülerinnen und Schülern mit auf den Weg: "Achtet darauf das so etwas nie wieder geschehen kann".