Freiherr-vom-Stein-Schule

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Gesamtschule mit gym. Oberstufe in Hessisch Lichtenau

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Deutschlandlandweiter Schülerstreik

Storyfoto Heute, am Mittwoch, dem 12. November, gingen deutschlandweit mehrere 10.000 Schüler auf die Straßen, um unter anderem für volle Lernmittelfreiheit, Umorganisation von G8, Neugestaltung der Lehrpläne, die Verkleinerung der Klassen auf maximal 20 Schüler und damit einhergehender Einstellung von ausreichend Lehrern, Abschaffung des dreigliedrigen Schulsystems und gegen "überhaupt alles, was allgemein "Bildungsmisere" genannt wird" zu demonstrieren. Dazu aufgerufen hatte das Schülerbündnis "Schulaction".
Die Lehrergewerkschaft GEW forderte Schulleitungen und Lehrer dazu auf, das Fehlen der Schüler nicht zu hart zu bestrafen. Allein in Hessen wurde in mehreren Städten demonstriert, unter anderem in Frankenberg, Gießen, Wetzlar, Frankfurt und auch in Kassel. Dort taten rund 2.000 Schüler um 10.00 Uhr vor dem Rathaus lauthals ihre Meinung kund. In Erfurt wurde das Schulamt kurzzeitig von rund 100 Schülern besetzt, um ein Ausbleiben von Strafen wie etwa Schulverweisen zu sichern. In Bayern stärkte die SPD-Landtagsfraktion den Schülern sogar den Rücken.
Der amtierende hessische Kultusminister Jürgen Banzer, zeigte sich grundsätzlich kooperativ: „Das, was die Schüler bewegt, ihre Sorgen und Nöte, nehme ich ernst. Daher möchte ich auf diesem Wege nochmals klar zum Ausdruck bringen, dass ich auf den Dialog mit ihnen und allen an Schule Beteiligten setze. Aus diesem Grund biete ich den Schülervertretern ausdrücklich an, die begonnenen Gespräche fortzusetzen", so ist auf der Website des hessischen Kultusministeriums zu lesen. Jedoch kritisierte er, dass "die Veranstalter hier auf einen Streik verfielen und nicht von vorneherein auf eine Form der eindeutig dialogorientierten Meinungsäußerung setzten.“
Es wird sich zeigen, ob der Streik etwas bewirkt hat und wie sich die Lage demnächst entwickeln wird. Unstrittig ist auf jeden Fall, dass die Situation an deutschen Schulen nicht gut ist und die Politik zwar viel darüber spricht (siehe Bildungsgipfel von Bundeskanzlerin Merkel), aber viel zu wenig tut.