Ines Vollmer • Marktspiegel • 09. Dez. 2009 •
Hessisch Lichtenau.
Wer in nächster Zeit am Karpfenfängerteich spazieren geht, sollte etwas genauer hinschauen. Denn hier kann man ab sofort zwei neue Kunstwerke der Frau Holle AG bewundern. Die Kunstobjekte der Schüler des Kunstkurses der Freiherr-vom-Stein-Schule Jahrgang 12 drehen sich um das bekannte Frau-Holle-Märchen. Hierzu kann man nun die zwei neuen Interpretationen bestaunen. „Wir haben bei unseren Recherchen den Zusammenhang von der Erde und Frau Holle entdeckt und daraus eine Art Sonnensystem entworfen. Die verschiedenen Farbstufen stehen hierbei für Glücksmarie, Pechmarie und Frau Holle. Gold für die Gold- oder Glücksmarie sowie für die Sonne. Erdfarben und die Erde für Frau Holle und schwarz sowie der Mond für die Pechmarie.
Die goldenen und schwarzen Stufen symbolisieren die verschiedenen Lebenswege, die eingeschlagen werden können, einfach oder schwer.
Für alle Interessierten erklärt auch eine angebrachte Tafel die Interpretation. Außerdem hat sich Isabelle Lins mit ihren zwei Freundinnen ein Gedicht zu dem Objekt ausgedacht. Die zweite neue Kreation symbolisiert die Glücks- und Pechmarie in Form eines Apfels. Die dunkle Seite ist grün und faulig, für das Schlechte und Faule der Pechmarie und die frische, schöne Seite für die Glücksmarie.
Auch Bürgermeister Jürgen Herwig bedankte sich für die tolle Zusammenarbeit der Schule mit dem Bauhof, der möglich machte, dass die Objekte in dieser Form der Öffentlichkeit zugänglich gemacht werden konnten.
Gerade bei der Herstellung des zweiten Apfel-Objektes mussten einige Kompromisse bei der Realisierung eingegangen werden, allerdings sind alle Beteiligten, „Künstler und Macher“, mit diesen Änderungen mehr als zufrieden.
Herwig betonte auch noch einmal den enormen Arbeitsaufwand solcher Projekte, die er aus seinen Zeiten als VHS-Lehrer nur all zu gut kennt. Für die Zukunft ist ein Heft, in dem alle Kunstwerke der Schüler verewigt und erklärt werden, geplant. Ähnlich wie die Broschüre zum Hollepark. Doch nun sind die Schülerinnen erst einmal stolz auf die Realisierung ihrer Projekte und freuen sich über die positive Resonanz der Stadt.