Podiumsdiskussion zur Bundestagswahl

Da viele Schülerinnen und Schüler in diesem Jahr zum ersten Mal wählen, findet in der Freiherr-vom-Stein-Schule eine Podiumsdiskussion zur Bundestagswahl statt. Zugesagt haben Vertreter der Parteien CDU (Helmut Heiderich), SPD (Michael Roth), der Grünen (Philipp Schmagold) und den Linken (Mareike Zingsem). Die FDP konnte noch keine Auskunft über ihren Teilnehmer geben. Außerdem nehmen einige vielversprechende Nachwuchskräfte der Jugendorganisationen der Parteien teil: Daniel Stache von den Jusos, Henning Deits von den jungen Grünen und Lukas Larbig von solid. Alle Schülerinnen und Schüler der Jahrgänge 12 + 13 werden zur Veranstaltung erwartet.
Fragen:
1. Waren die Politiker deiner Meinung nach glaubwürdig?/ Waren die Argumente überzeugend?
2. Inwiefern haben die Vertreter deine politische Meinung beeinflusst?
3. Findest du, dass eine Podiumsdiskussion eine sinnvolle Veranstaltung an Schulen ist?
Antworten:
Jana Koltzau:
Zu 1.: Ich fand, dass alle Politiker glaubwürdig waren, außer Herr Heiderich, der arrogant rübergekommen ist. Die Argumente waren gut, außer die von Herrn Heiderich.
Zu 2.: Die Argumente haben mich in meiner eigenen Meinung nicht beeinflusst, sondern bestätigt, da die Argumente den Wahlprogrammen und meinen Erwartungen entsprochen haben.
ZU 3.: Ja, denn sie hilft den Schüllerinnen und Schüler für Politik zu interessieren, sie anzuregen zu wählen und sich eine Meinung zu bilden.
Philipp Gotthardt:
1.: Ja, die Politiker waren äußerst glaubwürdig, da ausschließlich die Meinung der Parteien vertreten wurden und nichts Großes versprochen wurde. Die Meinungen (vorher und nachher) wurden sehr überzeugend und voller Elan der Vertreterin und der Vertreter, die sich auch gegenseitig „anzickten“, was sehr gut war, dargestellt. Argumentativ waren einige Parteien besser, andere um einiges schlechter, da einige Verterter voll gedisst wurden.
2.: Meine Meinung wurde nicht verändert bzw. beeinflusst, sondern bestätigt.
3.: Zuerst stand ich der Diskussion sehr kritisch gegenüber. Ich dachte, es wäre eine sinnlose Aktion. Doch im Verlauf habe ich festgestellt, dass diese Diskussion einiges klarer macht und viel über die Parteien gesagt wird. Letztendlich muss ich sagen, dass ich von dieser Veranstaltung überzeugt bin.
Grüne: gute Argumente, aber schlecht vorgetragen. Keine Überzeugung.
SPD: überzeugend vorgetragen, gute/ befriedigende Argumente.
Linke: eigentliche Direktkandidatin hat zu wenig gesagt, sehr gute Argumente, aben zu viel schlecht gemacht.
CDU/CSU: unfreundlicher Vertreter, wenig gute Argumente
Lisa Halbauer:
1.: Alle Politiker kommen ehrlich und glaubwürdig rüber, dennoch waren nicht alle Argumente überzeugend. Das lag allerdings auch daran, dass ich mir schon vorab eine Meinung über die meisten Dinge gebildet hatte und deswegen nicht allzu beeinflussbar war. Mit dem Thema Afghanistan hatte ich mich bisher noch gar nicht beschaftigt und fande zu diesem Thema die Argumente der SPD am besten.
2.: Meine politishe Meinung wurde daduch so verstärkt, dass ich vorhabe mich auch aktiv in der Politik einzusetzen durch einen Jugendverband.
3.: Eine podiumsdiskussion ist meiner Meinung nach eine sinnvolle veranstaltung und sollte zukünftig eine pflichtveranstalutung für alle Erstwähler sein. Es regt die jungen Bürger dazu an sich über politische Themen zu informieren und vor allem zur Wahl zu gehen. Den einen pder anderen vielleicht sogar zum politischen Umdenken.
Matthias Ritzka:
1.: Michael Roth wirkte auf mich sehr von seiner Meinung überzeugt. Er hatte eine nachvollziehbare Argumentation, allerdings überzeugtensie mich aufgrund meiner eigenen politischen Überzeugung nicht. Er machte einen glaubwürdigen Auftritt, aber sein überhebliches Auftreten machte ihn sehr unsympathisch.
Herr Heiderich war absolut unüberzeugend. Seine Argumentation war widersprüchlih in deinen Aussagen, besonders zum Thema Atompolitik/ Regenerative Energien. Auf mich wirkte er absolut lächerlich und nicht ansprechend.
Die Vertreterin der Lineken ging völlig unter und aus diesem Grund kann ich ihre seltenen Redeanteile nicht beurteile. Deswegen denke ich, dass sie sich in einer Diskussion nicht durchsetzen kann.
Der Vertreter der Grünen war sehr überzeugend und überraschte mich damit. Er hatte ein überzeugendes Aufteteten und eine überzeugende Argumentation und überraschte mich damit.
2.: Einige Argumente waren überzeugend, aber sie haben meine politisch meinung nicht verändert.
3.: Kein Kommentar.
Patrizia Vilkmar und Theresa Glodny:
1.: Teils, teils. Manche machten eher Propaganda bzw. Werbung für sich selbst, aber andere waren sehr überzeugend und glaubwürdig.
2.: Die Vertreter haben undere politische Meinung sehr verstärkt. (Bes. im Bereich der Erststimme)
3.: Ja, um noch mal einen kurzen Überblick über die Parteien, ihre Programme und Vertreter zu bekommen. Motiviert eventuell Nichtwähler zur Wahl zu gehen.
Jasmin Goldmann:
1.: Michael Roth hat seine Position sehr deutlich vertreten. Er hat laut un deutlich gesprochen und war meiner Meinung nach der einziger, der klare Antworten auf die Fragen gab, die gestellt wurden. Außerdem hat er sich nicht davor gescheut auch mal etwas zu erklären. Bei ihm hatte man am meisten das Gefühl, dass er zu Kompromissen bereit ist und nicht nur auf seiner Meinung beharrt, aber auch über den Tellerrand schaut.
Positiv an Herrn Hederich fand ich, dass er seine Chancen kennt und sich nicht scheu diese konkret anzusprechen.
Probleme hatte ich weniger mit der Argumentation der Grünen und der Linke, sondern mit dem persönlichen Auftreten der Kandidaten. Die einzige Frau im Bunde hat ihre Glaubwürdigkeit ein Stück weit an Nervosität verloren und daran, dass der Jugendsprecher der Linke, der ja eigentlich total unabhängig sein wollte, einen Großteil ihrer Fragen beantwortet hat und sich auch ein Stück weit durch Zwischenrufe höflicher oder weniger höflicher Art bemerkbar gemacht hat.
2.: Mein Ziel war es relativ unvoreingenommen zu dieser Veranstaltung zu gehen und mir auf Grund von Argumentationen eine Meinung zu bilden. Mein Ziel war es mich überzeugen zu lassen. Jedoch musste ich feststellen, dass ich mich in verschiedenen Argumentationen von verschiedenen Parteien wiedergefunden habe. Zur Atompolitik muss ich sowohl den drei „verbündeten“ Parteien zustimmen als auch der CDU/CSU. Ich halte einen Atomausstieg für sehr sinnvoll bin aber auch der Meinung, dass wir die von der CDU genannten Brückentechnik brauchen um nicht Strom von anderen Atomkraftwerken anderer Ländern beziehen zu müssen. Um nur dieses eine Beispiel zu nennen muss ich sagen, dass mich in den anderen angesprochenen Punkten die SPD am meisten überzeug hat, da ich bei ihnen einfach eine Kompromissbereitschaft sehe, die etwas bewegen, der aber auch bewusst ist, dass man durch Engstirnigkeit und zu radikale Vorgehensweise auch etwas zerstören kann.
3.:Podiumsdiskussionen sind in vieler Hinsicht besonders für Jugendliche, aber auch für alle Altersgruppen wichtig, da es etwas Anderes ist den Leuten persönlich gegenüber zu stehen oder sie von einem Wahlplakat herunter lächeln zu sehen. In einer persönlichen Frage gibt es viel weniger Ausweichmöglichkeiten und man kann auch vieles hinweisen. Ich persönlich halte diese Art des Wahlkampfes für wichtiger und näher am Volk also z.B Wahlplakate, die noch dazu eine Menge Geld kosten und die meisten Leute von uns nur im Vorbeifahren sehen.
Vielleicht ist bei der nächsten Diskussion ja auch ein Vertreter der gelben Partei anwesend, was Interesse an den jungen Wählern demonstrieren würde.