Freiherr-vom-Stein-Schule

Freiherr-vom-Stein-Schule

Gesamtschule mit gym. Oberstufe in Hessisch Lichtenau

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Nordische Weltmeisterschaft in Liberec

Storyfoto Die FvS hat den deutschen Sportlern in Liberec bei den Nordischen Weltmeisterschaften erfolgreich die Daumen gedrückt! Was hat die Freiherr-vom-Stein- Schule mit Liberec zu tun!
Natürlich unternehmen die Schüler und Schülerinnen der FvS jeden Winter gemeinsam mit Betreuern des Skiclubs Helsa eine Skifreizeit in die Obertauern. Aber diese liegen ja bekanntlich in Österreich.

Was hat das mit Liberec zu tun?
„Junge Wege nach Europa“ hieß ein Programm, das von der Bosch Stiftung gefördert wurde und auf diesem Wege Partnerschaften mit unseren Nachbarländern in Osteuropa unterstützen wollte. Jedes Jahr bewarben sich ca. 150 qualifizierte Schulen von München bis Kiel, aber nur 25 wurden jeweils ausgewählt, von denen am Ende nur 10 als Preisträger für ihre Partnerschaftsprojekte ausgezeichnet wurden.
Seit mehr als 10 Jahren war die Freiherr-vom-Stein-Schule eine der ganz wenigen Schulen in Deutschland, die jedes Jahr ausgewählt wurde und immer zu den Preisträgern gehörte.
Der Schwerpunkt unserer Partnerschaft lag immer im künstlerischen Bereich und in der Kooperation mit dem „Gymnazium Jerymova“ nahe dem Eisstadion in Liberec/Tschechien.
Und damit sind wir bei Liberec – einer Stadt mit 130000 Einwohnern in der deutsch-polnisch-tschechischen Euroregion am Fuße des Isergebirges mit dem 1000m hohen Jeschken als Hausberg, von dem Martin Schmitt zur Silbermedaille sprang.
Da wir immer im Sommer in Liberec waren, hatten unsere Schüler herrliche Bedingungen für ihre kreativen Kunstprojekte gemeinsam mit den Schülern aus Liberec.
Thema eines sehr eindrucksvollen Projekts war „Kunst in der Natur“. Nicht im Atelier oder Klassenraum, sondern in der Landschaft mit den Materialien der natürlichen Umgebung wurden Werke erschaffen, die auf das Besondere im Altbekannten aufmerksam machen wollten. Farben, Formen, Oberflächen, Strukturen und Eigenschaften von Pflanzen, Steinen, Erden, Hölzern oder Früchten wurden zum Gestaltungsmittel. Dabei entstand eine Vielfalt von reizvollen und überraschenden Werken aus Naturmaterialien, die solche Eigenschaften für den Betrachter erfahrbar machen.
Im Frühsommer hatte beim Rückbesuch der tschechischen Schüler die Gruppe in der Nähe von Reichenbach auf einem Abschnitt des sogenannten Barbarossapfades gearbeitet. Dabei fügten sich die Werke in den Zusammenhang des Ars-Natura-Kunstpfades ein, doch nur vorübergehend, da sie wegen ihrer Vergänglichkeit - wie beabsichtigt - schnell wieder in die Natur eingingen.
Natürlich wurde nicht nur „gekünstlert“, sondern auch viel gefeiert, Sport getrieben und das Gastland erkundet, so dass das Projekt allen Beteiligten viel Spaß gemacht hat. Fazit: Viele neue Erfahrungen wurden gemacht, viele neue Freundschaften geschlossen und ein gemeinsames Ergebnis erzielt, auf das alle Beteiligten stolz sein können.

Andere Themen, die wir in den letzten 10 Jahren in Liberec umsetzten, waren das Projekt „Eigenheiten und Fremdheiten“, das die jeweiligen „Vorurteile“ ironisch aufnahm, die photografische Bilanz von „Platz und Straßen“ , in Kombination mit Musik, Kunst und Literatur das Projekt „Klangträume“, angesichts der Eröffnung der wunderschönen und neuen deutsch-tschechischen Bibliothek in Liberec das Projekt „Buchverfremdungen“ und mit Unterstützung des Rotary- und Lionsclubs die Konzeption eines „Jugendreiseführes“. Von all diesen Projekten wurden Kataloge und Postkarten gedruckt, Ausstellungen fanden in der Murhardschen Bibliothek in Kassel statt, im Theater in Liberec, im Martin-Gropius-Bau in Berlin, als Maskenprojekt ein Teil des Nordhessischen Kultursommers und zugleich ein Beitrag zum ARS-Natura-Kunstpfad zwischen Hessisch Lichtenau und Spangenberg.
Skulpturen wurden aufgestellt, Schüler und Schülerinnen erhielten einen „richtigen“ Auftrag und gestalteten die künstlerische Ausstattung der Verwaltung in der Industriefirma „Vesuvius“ in Großalmerode und engagierten sich beim Märchenweg in Helsa, aber auch beim Hessentag in Hessisch Lichtenau.
Dokumentiert in großrahmigen Fotografien sind viele dieser Projekte, die alle unter der Leitung der beiden Kunstlehrer Sigurd Schaper und Andreas Möller so erfolgreich waren, im Oberstufengebäude in der Freiherr-vom-Stein-Schule.
All diese deutsch-tschechischen Projekte, die Schüler und Schülerinnen aus Liberec und Hessisch Lichtenau gemeinsam in den letzten Jahren mit viel künstlerischer Kreativität und Können durchgeführt haben, leben für uns noch einmal richtig auf, da jetzt mit Liberec unsere langjährige bis dahin vielleicht ein wenig unbekannte „Partnerstadt“ mit den Nordischen Weltmeisterschaften im Mittelpunkt der Medien steht.
Wir freuen uns auf das nächste Projekt mit unserem Partnergymnasium in Liberec, der Stadt der diesjährigen Nordischen Weltmeisterschaften!