Hallenfußball-Turnier des Goethegymnasiums 2010

Zum 33. Mal veranstaltete vor kurzem das Goethegymnasium in Kassel das Hallenfußball-Turnier für Oberstufenmannschaften. Vor Turnierbeginn waren die Spieler bereits skeptisch, ob an die Erfolge der vergangenen Jahre angeknüpft werden kann. Es klang ein wenig so, als hätte man auch Marco Rehmer zitieren können: "Wir sind hierher gefahren und haben gesagt: Okay, wenn wir verlieren, fahren wir wieder nach Hause".
Aber die anfänglichen Bedenken schienen nach dem ersten Tor durch Maurice Klapp verflogen, und der bekannte Kampfgeist blitzte wieder auf. Ob man unbedingt Bastian Dickert wegen eines -dem Hörensagen nach gerechtfertigten- Revanche-Fouls an "der Nummer 7" die gelbe Karte geben musste, sei dahin gestellt. Jedenfalls wurde aufgrund der Startschwierigkeiten das erste Spiel gegen die Mannschaft des Goethegymnasiums leider nicht gewonnen. Doch die Mannschaft sagte sich: "Das nächste Spiel ist immer das nächste" (Matthias Sammer). Und das nächste Spiel verlief merklich flüssiger, sodass ein Unentschieden gegen die Mannschaft der Albert-Schweitzer-Schule erzielt werden konnte. Im dritten Spiel gegen das E.-M.-Arndt-Gymnasium aus Herzberg musste sich das Team, trotz guten Spiels, nennenswerter Einzelleistungen von unter anderem Mario Noll, Dennis Fischer, Philipp Krause, Michael Oehl und Yannic Harms sowie sehenswerter (Re-) Aktionen des Torwarts Armin Kippenberg, geschlagen geben.
Nun lagen alle Hoffnungen auf dem vierten Spiel gegen die Herderschule, das gewonnen werden musste um im Turnier zu bleiben. "Von vornherein war klar: Es gibt nur eine Möglichkeit: Sieg, Unentschieden oder Niederlage!" (Franz Beckenbauer). Dank der emotionalen Unterstützung von Patrick Thielmann von der Bank konnte das Team –wegen einer 2-Minuten-Strafe für Klapp in Unterzahl spielend- mit 1:0 in Führung gehen und hatte sich zu diesem Zeitpunkt den Einzug ins Viertelfinale gesichert. Doch das Unfassbare geschah etwa 8 Sekunden vor dem Schlusspfiff: Der Ausgleichstreffer der Gegner zertrümmerte alle Hoffnungen auf ein verdientes Weiterkommen. Und unwillkürlich kamen der Mannschaft die Worte Jürgen Wegmanns in den Sinn: "Zuerst hatten wir kein Glück, und dann kam auch noch Pech dazu". Der Vollständigkeit halber sei nun noch erwähnt, dass den Turniersieg die Mannschaft des Lichtenberg Gymnasiums davon trug. Plätze zwei und drei gingen an "Goethe 1" und "Goethe 2".
Sei‘s drum. Die Mannschaft muss sich nicht vorwerfen schlecht gespielt zu haben. Es gibt so Tage. Den Schmerz der "9 Freunde" konnte ein abschließender Snack mit dem Runden aus dem Eckigen (in diesem Fall der Pizza aus dem Ofen) zwar etwas lindern, aber es blieb die Enttäuschung über ein Turnier, das die Mannschaft mit einem Hauch mehr Glück durchaus hätte gewinnen können.
"Das sind Gefühle, wo man schwer beschreiben kann" (Jürgen Klinsmann)