Freiherr-vom-Stein-Schule

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Gesamtschule mit gym. Oberstufe in Hessisch Lichtenau

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Wer hilft im Juni mit?

Storyfoto Rekord-Team sucht Helfer: 3,5 Millionen Kronkorken müssen ausgelegt werden

Hessisch Lichtenau. Kronkorken sortieren statt mit der Freundin oder den Kumpels ausgehen – für ihre künftigen Wochenenden haben sich Christoph Jünemann, Mischa Goebel, Simon Linke, Heiko Laudemann, Felix Neujahr, Jens Hobein, Domenic Deci und Immanuel Bachem ganz schön was vorgenommen. Alles im Interesse des Weltrekords.

3,5 Millionen Kronkorken haben sie in den vergangenen zwei Jahren gesammelt. Diese sollen mit möglichst vielen Helfern zwischen dem 23. Und 26. Juni auf dem Hartplatz an der Hopfelder Straße in hessisch Lichtenau ausgelegt werden und ein riesiges Mosaik ergeben, in dem die Initialen der Freiherr-vom-Stein-Schule von oben lesbar sind. Dazu muss sich der Betrachter – vermutlich per Hebebühne – in luftige Höhen begeben, denn das Bild ist so groß, dass man am Boden den Überblick verlieren wird. Allein der Buchstabe F wird 16 Meter breit und 25 Meter hoch sein. Ob der Weltrekord gelingt, wird von Notar Heinrich Wiehage dokumentiert, der dem Weltrekord-Team honorarfrei seine Hilfe angeboten hat.

Idee wurde ein Selbstläufer

Viele Firmen, Sponsoren, die Stadt und natürlich die Freiherr-vom-Stein-Schule, von der viel Unterstützung kommt, zeigen reges Interesse an der Idee der acht jungen Männer ins Guinness-Buch der Rekorde zu kommen. Denn sie haben Durchhaltevermögen bewiesen und gezeigt, dass ihr Engagement keine Eintagsfliege war. Obwohl sie mittlerweile fast alle in anderen Städten studieren, verbringen sie Ihre Freizeit in der alten Heimat und tüfteln in ihrem Kronkorken-Lager in Trubenhausen am Gelingen des Rekordversuchs. Der Rekord sprach sich schnell bis weit über die Kreisgrenzen hinaus herum und die Sammelaktion wurde ein Selbstläufer. Mal kamen 450 000 korken von einer Blechwarenfabrik aus Limbach, mal 80 000 von der Andreas Klosterbrauerei aus Eschwege – und ständig stehen weitere Tüten vor der Tür.

Angesichts der gewaltigen Blechmassen, die die Jungs schon angehäuft haben, beendete auch mancher Kronkorkensammler resigniert sein bisheriges Hobby. "200 000 Flaschendeckel schenkte uns ein Mann aus Friedrichroda, der damit selbst ins Guinness-Buch wollte. Als er von unseren drei Millionen hörte, meldete er sich bei uns und sagte, das hätte ja nun eh keinen Zweck mehr", berichtet Christoph Jünemann.

"Jetzt müssen wir aber vom Sammeln weg und uns um die Organisation des Events kümmern", heißt es einstimmig. Viele fragen müssen geklärt werden, wie: Gibt es WCs, was tun wir bei schlechtem Wetter und woher bekommen wir die Bühne für die geplante Live-Band? Immerhin soll der Weltrekordversuch gleichzeitig ein Spaß-Fest für alle Teilnehmer sein. Dazu gehört neben Essen und Getränken auch Musik. Am wichtigsten ist dem achtköpfigen Weltrekord-Team aber vor allem dies: zuverlässige Helfer. "Die brauchen wir jetzt dringendsten. So viele, wie möglich. Also macht alle mit!"

(aus der HNA Samstag, der 3. April 2010, von Kathrin Bretzler)