„Wer hat auf meinem Stühlchen gesessen, wer hat mit meinem Stiftchen geschrieben, wer hat in mein Fischbrötchen gebissen?“
Mit Hilfe des Genetischen Fingerabdrucks wollte der Biologie Leistungskurs 12 endlich Antworten auf diese brennenden Fragen bekommen.
Dazu war im Rahmen eines Projekttages ein Science Bridge Team von der Universität Kassel in den Unterricht gekommen.
Die nötige Vergleichs-DNA wurde aus den Mundschleimhautzellen der Kursteilnehmer gewonnen, gereinigt und mit Hilfe einer
PCR-Maschine millionenfach vervielfältigt. Danach von Enzymen an einer bestimmten Stelle zerschnitten und mit Hilfe einer
Gelelektrophorese sichtbar gemacht. Bei einer Gelelektrophorese wird der bearbeitete Teil der DNA in eine Gelschicht gespritzt.
Dadurch kann man während der Auswertung durch UV-Licht das Bandenmuster erkennen und somit die Länge der DNA bestimmen.
Ziel dieser Schritte ist, bestimmte Stellen der DNA zu vergleichen, die sich – obwohl die Erbinformationen der Menschen zu 99,5% identisch sind – in ihrer Abfolge der Basen unterscheiden. So kann man eine DNA-Probe eindeutig einem Menschen zuordnen.
Dieses Verfahren wird auch für das Auflösen von Gewaltverbrechen, für Vaterschaftsnachweise und zur Lebensmittelkontrolle verwendet.
Leider waren am Ende des Versuchs von dem 12er Biologie Leistungskurs keine (eindeutigen) Banden zu erkennen, so dass der Nutzer des Stuhls, Stifts und der Vernascher des Fischbrötchens bis zu der Übermittlung der Ergebnisse von Science Bridge - die Studentinnen wollen den Versuch nochmals im Labor wiederholen - weiter frei herumlaufen kann.