Freiherr-vom-Stein-Schule

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Gesamtschule mit gym. Oberstufe in Hessisch Lichtenau

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Ausflug zur Gedenkstätte Breitenau

Storyfoto

Am Dienstag, den 1.März 2011, sind wir, die G10a, mit unserer Parallelklasse in Begleitung von Herr Neidiger, Frau Gago-Rodriguez und Herr Schön in die Gedenkstätte Breitenau gefahren.

Nach einer halben Stunde Busfahrt wurden wir begrüßt und mit einem kurzen Informationsfilm fing die Führung an. In zwei Gruppen eingeteilt, begann die Führung in dem Benediktinerklosters. Uns fielen sofort Merkmale auf, die man in einer normalen Kirche nicht finden würde. Viele Treppen, enge Flure anstatt offener Räume. Von dem ehemaligen Lager aus der NS-Zeit sind noch heute wichtige Teile erhalten. Es existieren noch Isolierzellen, Dusch- und Waschräume sowie mehrere Gebäude, in denen weibliche und männliche Gefangene untergebracht waren. Uns wurden alle Räumlichkeiten gezeigt und mit interessanten Geschichten ergänzt. Trotz eisiger Kälte und erfrorenen Fingern setzten wir den Rundgang fort, durch alte Gemäuer, frühere Zellen und Dachböden. Wenn wir in unseren warmen Sachen schon so gefroren haben, wie muss es den Gefangenen damals mit weniger warmer Kleidung nur ergangen sein?

Als wir nach etwa zwei Stunden wieder nach draußen gingen, schien die Sonne und wir besichtigten das Kloster von außen. Während des gesamten Rundgangs wurden uns Geschichten und Schicksale erzählt, die auf wahren Begebenheiten beruhen. Nach einer kurzen Pause ging unser Rundgang in dem Hauptgebäude der Gedenkstätte weiter. Dort befindet sich eine Ausstellung, die die Geschichte Breitenaus mit künstlerischen Mitteln darstellt und erklärt. An vielen Modellen kann man sich den Aufbau des damaligen Lagers ausmalen. Beeindruckt und nachdenklich folgten wir durch die Ausstellung, wo wir später im Archiv Originalakten der Gefangenen aus der Kriegszeit lasen und uns so die Personen besser vorstellen konnten, die hinter den Schicksalen stecken.

Um 12:15 war die Führung beendet, Herr Neidiger bedankte sich mit netten Worten und wir traten die Heimreise an. Mit vielen Eindrücken kamen wir schließlich wieder an und machten uns auf den Weg nach Hause.

(Fotos und Text: C.Schleier, G10a)