Freiherr-vom-Stein-Schule

Freiherr-vom-Stein-Schule

Gesamtschule mit gym. Oberstufe in Hessisch Lichtenau

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FvSS Pionier-Projekt CoMeT

Storyfoto Aus der HNA Witzenhäuer Allgemeine vom 18.Juni von Nicolai Ulbrich:

Die Freiherr-vom-Stein-Schule führt nach den Sommerferien für die gesamte Jahrgangsstufe 7 erstmals das Pflichtfach Computer- und Medien-Training (CoMeT) ein.

Ob Nacktbilder per WhatsApp oder Mobbing bei Facebook und Co. - im Internet lauern viele Gefahren. Die Bandbreite reiche dabei von eher harmlosen Ausschlüssen aus einzelnen Whatsapp-Gruppen bis hin zu gewalttätigen Auseinandersetzungen nach Mobbingaktionen oder Ähnlichem. Dies verdeutliche die enormen Gefahren, die oft immer noch vielen Schülern (und Eltern) nicht bewusst sei, sagt der 42-jährige Lehrer. Daher sei es umso wichtiger und sinnvoller, den Schülern den richtigen Umgang mit den Medien beizubringen: "Wer das Internet und entsprechende Programme als sinnvolles Werkzeug kennenlernt, neigt auch selterner zum Missbrauch."

Bei dem für die kommenden Klassen 7 Fach CoMeT sei es außerdem gelungen, den Spagat zwischen Anspruch und Möglichkeiten hinzubekommen: "Wir setzen das Projekt komplett aus eigenen Mitteln um, ohne zusätzliche Lehrer oder Stunden in Anspruch zu nehmen", sagt Dr. Guido Ipsen.

Dabei soll den Schülern der sichere Umgang mit dem Internet beigebracht werden, aber auch Programme zum Erstellen von Textdateien wie Word, Tabellenkalkulationen oder Präsentationen stehen im Fokus der Lehrer Dr. Guido Ipsen und Erik Meyfarth. Sie haben das Projekt ins Leben gerufen. Etwa ein Jahr feilten die beiden an einem neuen Medienbildungskonzept, bei dem auch das Thema Fortbildungen für Lehrer einen Schwerpunkt bildet.

Ipsen, der auch Medienwissenschaftler ist, sagt dazu: „Anfangs herrschte unter einigen Kollegen eine ziemliche Skepsis dem Thema gegenüber.“ Inzwischen hätten sich aber zwölf Lehrer freiwillig gemeldet, um sich entsprechend fortzubilden. Anita Hofmann, Leiterin des zuständigen Staatlichen Schulamtes in Bebra sagt dazu: „Wir sehen insbesondere diesen Aspekt, dass so viele Lehrer freiwillig mitmachen und auch das gesamte Projekt ausgesprochen positiv.“

Sie verweist unter anderem auf Fälle wie den Hacker-Angriff auf den Bundestag, die deutlich machten, welch enorme Bedeutung das Internet inzwischen habe - und welche Gefahren drohen. Man werde das Projekt, das zunächst auf ein Jahr ausgelegt ist, positiv begleiten und danach auswerten.

Weiterer Vorteil von Comet sei, dass die Schüler ihre erworbenen Kompetenzen fächerübergreifend, etwa bei Vorträgen oder Präsentationen, nutzen können und parallel den sicheren Umgang mit dem Internet erlernen, sagt Meyfarth.

Sollte die einjährige Testphase wie erhofft positiv verlaufen, habe man die Hoffnung, dass das Beispiel aus Hessich Lichtenau im wahrsten Sinn des Wortes Schule machen könnte. Man stünde bei Bedarf auch anderen Einrichtungen mit Tipps zur Verfügung, sagt Meyfarth.