Freiherr-vom-Stein-Schule

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Gesamtschule mit gym. Oberstufe in Hessisch Lichtenau

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Vortrag von Außenminister Steinmeier in Kassel

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Am Freitag, den 12. Februar, besuchte der Powi Leistungskurs der Q4 den Vortrag von Bundesaußenminister Frank-Walter Steinmeier über das Thema „Deutsche Außenpolitik in stürmischen Zeiten“.

Ab 8 Uhr morgens standen die ersten Interessierten vor dem größten Hörsaal der Universität Kassel, um dem Vortrag von Frank-Walter Steinmeier gespannt verfolgen zu können, darunter auch wir. 30 Minuten vor Beginn reichten die Schlangen bis nach draußen. Polizei war rund um das Gebäude versammelt und vor dem Hörsaal wurden Taschenkontrollen durchgeführt. Höchste Sicherheitsstufe. Insgesamt 900 Studenten, Schüler und Interessierte, aufgeteilt in 2 Hörsäle, warteten gespannt auf die Ankunft vom Bundesaußenminister. Pünktlich um 9:15 Uhr begrüßte Oberbürgermeister Bertram Hilgen, Politik-Professor Wolfgang Schröder und der Präsident der Universität Kassel Prof. Dr. Finkeldey Frank-Walter Steinmeier. Unter den Gästen waren unter anderem auch der ehemalige Bundesfinanzminister Hans Eichel.

Wenn sich so viele Menschen für deutsche Außenpolitik interessieren, kann dies kein gutes Zeichen für den Zustand der Welt sein. So begann der SPD- Abgeordnete, welcher sich an keine einzige Periode erinnern kann, in der wir eine solche Vielzahl von Konflikten und Krisen hatten. Um dies zu begründen erinnerte Steinmeier an den Kalten Krieg, wo ein kapitalistisches und kommunistisches System sich gegenüberstanden. Doch statt einer neuen Ordnung ist die Welt in einer Suchbewegung geraten, nach Einfluss und Vorherrschaft. Schon lange hat keiner auf der Welt mehr mit Krieg gerechnet. Man merkte die Stimmung war sehr angespannt. So strömten Zwischenrufe wie: „Sie führen doch selber Krieg“, durch den Saal. Man erkannte das alle Positionen vertreten sind. Von Menschen die gegen Waffengewalt sind und Menschen mit Hegemonie.
Steinmeier nennt Europa ein Krisengebräu. Ausgelöst durch die Austrittsdrohungen der Briten, der Flüchtlingskrise, Syrien etc. Den Tag davor war Steinmeier auf der Sicherheitskonferenz in München, wo humanitäre Hilfspakete für Syrien beschlossen wurden, welche noch am Wochenende umgesetzt werden sollte.
Von Anfang an war Syrien Schlachtfeld mächtiger Nachbarländer wie Iran und Saudi-Arabien, welche um die Vorherrschaft in der islamischen Welt kämpfen. Durch das Interesse der Großmächte, wie Russland oder der USA, wurde der Konflikt verschärft.
2014 legte Steinmeier einen Weg zurück, womit man ihn einmal bis zum Mond hätte schießen könnte, laut Berechnung seiner Sicherheitsleute. Grund der vielen Reisen ins Ausland ist, dass sich Außenpolitik nicht in Meinungsbekennung erschöpfen sollte, sondern weil sie etwas zum Besseren bewegen sollte.
Nach großem Applaus startete die Diskussionsrunde, welche allerdings nach der ersten Frage beendet werden musste. Feueralarm ertönte in dem Hörsaal, welcher mutwillig ausgelöst wurde. Der Hörsaal musste evakuiert werden. Schade, die vielen Schüler und Studenten haben sich schon sehr auf den Austausch mit Frank-Walter Steinmeier gefreut, denn man begegnet nicht oft einen Politiker wie Frank-Walter Steinmeier.

Text und Foto: C.Pott