Freiherr-vom-Stein-Schule

Freiherr-vom-Stein-Schule

Gesamtschule mit gym. Oberstufe in Hessisch Lichtenau

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Bericht aus San Salvador

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"Da geht's uns ja wirklich gut!"

Am 22.6. hatte die Klasse 8a und 8c des Religionskurses von Frau Seiler eine besondere Besucherin zu Gast: Frau Wingenroth aus Witzenhausen erzählte den Jugendlichen von ihren Erfahrungen in San Salvador, der Hausptstadt von El Salvador in Mittelamerika. Sie ist seit vielen Jahren mit dem Priester Gerhard Pöter des Armenviertels "22. de bril" bekannt und engagiert sich zusammen mit vielen anderen Unterstützern bei der Linderung der großen Probleme vor Ort.

Die Freiherr-vom-Stein-Schule unterhält seit vielen Jahren eine Freundschaft mit der Armengemeinde und es ist das Ziel der Schule bei den deutschen Jugendlichen eine Vorstellung davon zu wecken, wie das Leben Gleichaltriger in anderen Ländern aussieht.

Die Schülerinnen und Schüler hatten sich im Unterricht zuvor mit den Lebensumständen, der Schule, der Krankenstation und verschiedenen Einzelschicksalen von Kindern und Jugendlichen, die in der Armengemeinde "22. de Abril" neben einer Müllkippe leben, informiert. Doch stellten sie fest, dass es sich so leicht sagt: Die Kinder können nicht regelmäßig zur Schule gehen, da sie ihren Eltern oder Müttern beim Geldverdienen helfen müssen, da sonst die gesamte Familie hungern muss. Was das aber im Einzelnen bedeutet, welche Auswirkungen dies hat, wie es mit der Bildung von äußerst brutalen Jugendbanden, die das ganze Viertel terrorisieren, zusammenhängt oder was es für die Schülerinnnen und Schüler im tropisch-heißen San Salvador bedeutet, wenn sie einmal im Vierteljahr in ein Schwimmbad fahren können oder einen Bauernhof kennenlernen dürfen, wo man nicht im Abgasnebel fast erstickt und wo es Tiere und exotische Pflanzen gibt, das lernten sie so richtig erst jetzt kennen. Frau Wingenroth besuchte die Gemeinde in San Salvador in den letzten 4 Jahren drei Mal und konnte auf ihre privaten Interviews und Fotos zurückgreifen.

Die Schüler stellten zahlreiche, sehr interessierte Nachfragen an Frau Wingenroth, die gerne, kenntnisreich und authentisch antwortete.

Zum Schluss ging aus den Rückmeldungen der Jugendlichen hervor, dass sie einerseits erschrocken waren über die Lebensumstände in der "22.de Abril" und andererseits auch nach den Ferien bereit sind, sich Gedanken zu machen, wie man die Schüler dort unterstützen kann.