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Biographien von wichtigen Personen
Domitian, mit vollem Namen Titus Flavius Domitianus (51-96),
römischer Kaiser (81-96). Domitian war der zweite Sohn von Kaiser Vespasian und Bruder
und Nachfolger von Kaiser Titus. In Germanien besiegte er die Chatten (83) und begann mit
der Errichtung des Limes, des römischen Grenzwalles zwischen dem Rhein und der
Donau. In Britannien dehnte er 84 die römische Herrschaft bis nach Schottland aus und im
Osten drängte er die Daker 88 bis hinter die Donau zurück. 89 unterdrückte Domitian
einen Aufstand des obergermanischen Statthalters Antonius Saturninus. Die Verwaltung der
Provinzen und die Rechtspflege unter Domitian galten auch später noch als vorbildlich.
Bei der Armee war Domitian beliebt, mit den Senatoren dagegen geriet er in
Konflikt, und zwar vor allem wegen seiner absolutistischen Herrschaftsweise und seinem
behaupteten Gottkaisertum, das er durch den Titel dominus et deus (Herr und
Gott") zum Ausdruck brachte. 85 übernahm er schließlich noch das Amt des Zensors
auf Lebenszeit und damit das Recht, den Senat zu kontrollieren. Nach dem Aufstand des
Saturninus und vor allem während der letzten drei Jahre seiner Regierungszeit verfolgte
Domitian die Senatsaristokratie, ließ viele Adlige wegen angeblichen Verrats hinrichten
und konfiszierte deren Eigentum, um die ständig wachsenden Staatsausgaben zu decken. Am
16. September 96 fiel Domitian einer Verschwörung in seiner
engsten Umgebung zum Opfer.
Quelle: Microsoft
Corporation (Hg.): Encarta® 97 Enzyklopädie. Microsoft Corporation, Redmond (Washington)
1993-1996
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