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7.5
Biographien von wichtigen Personen
Nerva, Marcus
Cocceius (30-98 n. Chr.), erster römischer
Adoptivkaiser (96-98). Er wurde in Narnia (Umbrien) als Sohn eines Senators geboren und
war zweimal Konsul: 71 unter Vespasian und 90 unter Domitian. Als letzterer 96 einem
Attentat zum Opfer fiel, wurde Nerva vom Senat zum Kaiser ausgerufen. Er bemühte sich um
Ausgleich, sorgte dafür, daß das Denunziantentum, das Domitian gefördert hatte,
eingedämmt wurde, stellte die Rechte des Senats wieder her, bemühte sich um eine
Konsolidierung des Staatshaushaltes und traf eine Reihe von sozialen Maßnahmen, wie
Alimentarfonds zur Erziehung bedürftiger Kinder und Landverteilungen an die arme
Bevölkerung. Aufgrund seines fortgeschrittenen Alters und schlechten Gesundheitszustands
besaß er jedoch nicht mehr die Kraft, den Forderungen der Prätorianergarde
entgegenzutreten, die seinen Vorgänger unterstützt hatte und auf der Hinrichtung der
Attentäter Domitians bestand, die Nerva im Amt belassen hatte. Daher adoptierte er
Trajan, der zu dieser Zeit die römischen Rheinlegionen befehligte, als seinen Sohn und
Nachfolger.
Quelle: Microsoft
Corporation (Hg.): Encarta® 97 Enzyklopädie. Microsoft Corporation, Redmond (Washington)
1993-1996
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