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7.5  Biographien von wichtigen Personen

 

Tiberius (Tiberius Julius Caesar Augustus; 42 v. Chr.-37 n. Chr.), römischer Kaiser (14-37 n. Chr.), ältester Sohn von Tiberius Claudius Nero und Livia Drusilla.

Tiberius wurde am 16. November 42 v. Chr. in Rom geboren. Seine Mutter ließ sich vier Jahre später scheiden und heiratete den Triumvir Octavian, den späteren Kaiser Augustus, der die Erziehung von Tiberius beaufsichtigte. Tiberius leitete 20 v. Chr. einen Feldzug gegen Armenien und kämpfte von 12 bis 9 v. Chr. gegen die Pannonier und die Dalmater. Im Jahr 8 v. Chr. erhielt er den Oberbefehl in Germanien, 6 v. Chr. wurde er zum zweiten Mal Konsul. Bereits 11 v. Chr. löste Tiberius auf die Anordnung seines Stiefvaters seine Ehe mit Vipsania Agrippina, der Tochter des römischen Feldherren Marcus Vipsanius Agrippa, und heiratete Augustus’ Tochter Julia, die Witwe Agrippas. Von 6 v. Chr. bis 2 n. Chr. lebte er in freiwilliger Verbannung auf der Insel Rhodos und widmete sich seinen Studien.

Als Tiberius im Jahr 2 n. Chr. nach Rom zurückkehrte, hatte man Julia wegen Ehebruches verbannt. Nach dem Tod seiner eigenen Enkelkinder Lucius und Gaius war Augustus gezwungen, Tiberius als den einzig möglichen Nachfolger als Kaiser anzuerkennen. 4 n. Chr. wurde Tiberius von Augustus offiziell adoptiert. Anschließend führte er in Nordgermanien einen Feldzug gegen die Markomannen. Tiberius gelang es auch, die Aufstände in Pannonien und Dalmatien niederzuwerfen, die Reichsgrenzen zu sichern und sich an den Germanen, die 9 n. Chr. das Heer des römischen Feldherrn Varus im Teutoburger Wald vernichtet hatten, zu rächen. Tiberius unternahm mit Unterstützung von Germanicus Caesar, seinem Neffen und Adoptivsohn, noch zwei weitere Feldzüge nach Germanien und kehrte mehrere Jahre später nach Rom zurück, wo ihm ein großer Triumph bereitet wurde.

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Tiberius
Tiberius, zweiter Kaiser in Rom und Herrscher über das Imperium zur Zeit Christi.

Hulton Deutsch Collection

Regierungszeit

Nach Augustus’ Tod im Jahr 14 bestieg Tiberius den Thron. Nach anfänglichen innenpolitischen Schwierigkeiten (Majestätsprozesse) verbesserte er den Verwaltungsdienst, führte im Heer eine strenge Disziplin ein und verwaltete die Staatsfinanzen mit großer Sorgfalt und Sparsamkeit. Außenpolitisch setzte er die konservative Politik seines Vorgängers fort und ordnete seine Person der Kontinuität des Prinzipats unter. Außerdem schränkte er die expansive Politik Roms stark ein und beendete mit der Rückberufung des Germanicus die großen römischen Offensiven in Germanien. Der letzte Teil seiner Regierungszeit wurde durch Verschwörungen und Hinrichtungen beeinträchtigt. Während seiner Amtszeit wurde Jesus Christus gekreuzigt.

26 verließ Tiberius Rom und zog sich nach Kampanien zurück. Im folgenden Jahr ging er auf die Insel Capri und überließ die Regierung dem Prätorianerpräfekten Lucius Aelius Sejanus. Als Tiberius schließlich erkannte, daß Sejanus Kaiser werden wollte, ließ er ihn und seine Anhänger 31 hinrichten. Tiberius blieb bis 37 in Capri. Er starb bei einem seiner seltenen Ausflüge auf das Festland am 16. März 37 in Misenum (in der Nähe von Neapel). Die Hauptquellen über Tiberius’ Leben sind die Werke der römischen Historiker Tacitus und Sueton.

 

Quelle: Microsoft Corporation (Hg.): Encarta® 97 Enzyklopädie. Microsoft Corporation, Redmond (Washington) 1993-1996

TACITUS - sine ira et studio
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