Freiherr-vom-Stein-Schule

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Gesamtschule mit gym. Oberstufe in Hessisch Lichtenau

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Wenn einer eine Reise tut - Berlinfahrt 2019

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Am Montag, den 18.3. trafen sich 34 Schülerinnen und Schüler der E-Phase am Bus vor der Schule, um ihre Studienfahrt nach Berlin anzutreten. Begleitet wurden sie von Frau Grandke, Herrn Rudolph und Frau Seiler.

Nach nahezu reibungsloser Fahrt, bei der wir knapp einer Autobahnsperrung entgingen, landeten wir zunächst vor dem Bundesrat, wo die SchülerInnen zu einem Rollenspiel eingeladen wurden, bei dem sie die Funktion des Bundesrats als Länderkammer kennenlernten.

Nach der Ankunft in unserer bewährten und guten Unterkunft im Pfefferbetthostel am Prenzlauer Berg und der Verteilung der Zimmer, strömten sofort alle aus, um in der Nähe noch essen zu gehen, denn abends wollten wir ein Punk-Theaterstück in der Brotfabrik kennenlernen. Dieses Stück war recht anspruchsvoll, aber viele Fragen und Verständnisschwierigkeiten konnten im Nachgespräch mit den Schauspielern, dem Regisseur und dem Drehbuchautor geklärt werden, das in lustiger Atmosphäre stattfand. Der Musiker, dessen Geschichte in assoziativen Bildern erzählt wurde, untermalt von Punkmusik, war ebenfalls anwesend. Er nennt sich Rio de Janeiro und ist der Sänger der Punkband „No Exit“, die auch durch Deutschland tourt und mit dem Herr Rudolph ins Fachsimpeln geriet, zumal er diese Band schon live erlebt hatte.

Am nächsten Tag starteten wir nach einem reichhaltigen Frühstück in die Stadt und besuchten neben dem Denkmal für die ermordeten Juden Europas, dem Stelenfeld, das Brandenburger Tor, wo natürlich viele Selfies gemacht wurden. Die anschließende Führung in der Gedenkstätte Hohenschönhausen, dem Stasigefängnis der DDR, erwies sich als beklemmend und nachdenklich machend. Die perfiden Methoden, mit denen hier Menschen körperlich und vor allem psychisch gebrochen wurden, konnte man sich in den Räumlichkeiten des Gefängnisses sehr gut vorstellen.

Nach der Mittagspause, die wir am Alexanderplatz einlegten und wo etwas Zeit zum Essen und Shoppen war, machten wir uns abends auf den Weg zum Bundestag. Nach ausführlichen Kontrollen gelangten wir auf die Empore über den Abgeordnetensitzen und befanden uns mitten im Plenarsaal. Nach einer Einführung und einigen Anekdoten aus dem Alltag des Bundestags sollten Fragen gestellt werden, was auch gern von den Jugendlichen genutzt wurde.

Im Anschluss hatten wir einen weiteren Termin im Bundestag: Wir wurden von Herrn Heidecker, dem Büroleiter von Michael Roth, unserem SPD Abgeordneten des Kreises und Europaministers, empfangen, der sich sehr viel Zeit für unsere Fragen nahm, sie offen und ehrlich beantwortete und sowohl auf kritische, als auch persönliche Themen einging. Er warb sehr eindringlich für Europa und gab seiner Hoffnung Ausdruck, dass möglichst viele Menschen zur bevorstehenden Wahl gehen werden. Leider musste die geplante nächtliche Stadtrundfahrt mit der Buslinie 100 entfallen, weil es schon spät war und alle von dem umfangreichen Programm und den vielfältigen Eindrücken ziemlich geschafft waren. Der letzte Punkt der Studienfahrt war dann am nächsten Vormittag der Besuch des Bröhan-Museums., einem Museum, das sich insbesondere mit Design und Architektur des Jugendstils beschäftigt. Dort hatten wir Führungen zum Thema „Von der Arts and Crafts-Bewegung zum Bauhaus“ bei dem anhand sehenswerter und ungewöhnlicher Möbel ein Überblick über die Entwicklung der Gestaltung von Alltagsgegenständen wie Stühlen, Tischen, Schränken oder Werbungsdesign von ca.1850 bis zu den 1930er Jahren gegeben wurde. Diese Phase ist deswegen so interessant, weil sie das heutige Design nachhaltig prägte.

Im Anschluss hatten wir wieder Freizeit, um uns Proviant für die Heimreise zu besorgen, essen zu gehen oder nochmals zu shoppen.

Natürlich gab es viel zu wenig Zeit, um all das zu besichtigen, einzukaufen, zu erfassen, was uns interessiert hätte, aber die Fahrt soll ja auch ein Appetithäppchen für weitere Berlinbesuche sein.

Text und Fotos: C.Seiler