Freiherr-vom-Stein-Schule

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Gesamtschule mit gym. Oberstufe in Hessisch Lichtenau

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Verabschiedung der Abiturientinnen und Abiturienten des Schuljahres 2016/17

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Am 23.6. wurden im Bürgerhaus Hess. Lichtenau 72 AbiturientInnen verabschiedet und, wie Herr Wieders es in seiner Rede formulierte, die Bezug auf den Eröffnungssong „Go your own way“ (gesungen vom Oberstufenchor) nahm: „Nun könnt ihr euren eigenen Weg gehen, könnt nach Abwägung des Für und Widers eure Entscheidungen treffen.“ Gerade in den Zeiten von „fake news“,“postfaktisch“ und „Filterblase“ sei es wichtig, eine zur Kritik befähigende Bildung erhalten zu haben, die es einem ermögliche, sich nicht manipulieren zu lassen und Chancen zu erkennen.

Dem besonderen Anlass geschuldet, waren auch Herr Holzhauer, der ehemalige Schulleiter der FvSS und Herr Matt, der Schulleiter der Partnerschule in Großalmerode, anwesend.

Der zweite Song, der diesmal von den Absolventen des letzten Abiturjahrgangs dargeboten wurde, leitete zu den Abschiedsworten der Tutorinnen und Tutoren über, die diesmal von Herrn Dr. Ipsen gesprochen wurden. Der Tutor richtete einen Appell an die SchülerInnen, etwas aus sich zu machen und nicht zu meinen, dass die erhaltenen Noten sie definierten. Die Welt habe sich verändert: Die Bedeutung des Handelns des Einzelnen, seine Selbstbestimmung, sei enorm gestiegen in einer Welt des -notwendigen - Wandels. Er ermahnte die AbiturientInnen, sich nicht von der derzeit grassierenden gesellschaftlichen Angst anstecken zu lassen, denn Angst sei stets ein schlechter Ratgeber. Daneben flocht Herr Ipsen immer wieder launige Querbezüge zu seinem eigenen Abitur, dem Film Feuerzangenbowle und amerikanischen Schulabschlussritualen ein.

Schulsprecherin Charlotte Beutler charakterisierte die Stimmung der meisten AbiturientInnen als schwankend zwischen großer Trauer, dass man die SchulfreundInnen und vertrauten LehrerInnen nicht mehr sehe, und andererseits großer Freude und Neugier auf das Kommende. Sie verwies auf die Möglichkeiten, die sich gerade heute den jungen Leuten weit über ihr Bundesland, über Deutschland und sogar Europa hinaus böten. Sie freue sich, dass ihr und ihren Mitschülern die Chancen geboten würden, zunächst sich selbst zu finden, bevor man sich beruflich festlegen müsse. Enthusiastisch verwies sie auf die großen Herausforderungen und lohnenden Aufgaben, die vor ihnen lägen. Wichtig sei ihr, die sich lange in der schulischen SV um Mitgestaltungsmöglichkeiten am Schulleben bemüht habe, dass im September alle zur Bundestagswahl gingen, um die demokratischen Möglichkeiten Deutschlands zu nutzen.

Einen eher persönlichen Blick zurück über drei Jahre Oberstufe warfen Tabea Triller und Lena Herwig für die AbiturientInnen: Sie erinnerten an gemeinsame (Abschluss-)Fahrten und Exkursionen, Praktika und anstrengende Klausurphasen, besonders aber an die stressigen Abiturvorbereitungen in der Q4. Ihr Dank ging an LehrerInnen, Geschwister, Großeltern, Freunde, vor allem aber an Eltern, die dabei als „Seelentröster“ für sie da waren.

Das Lied „Ich wollte nie erwachsen sein“, rundete diesen Teil der Veranstaltung ab; Lea-Marie Köneke animierte alle Anwesenden, zusammen mit ihr und Frau Lindenau am Flügel den Text mitzusingen.

Die folgenden Grußworte wurden von Herrn Krompholz vom Staatlichen Schulamt in Bebra eingeleitet. Seine Ausführungen zur „Generation Z“ verband er mit dem Wunsch, eine Idee für das eigene Leben zu entwickeln, denn Planlosigkeit diesbezüglich sei gefährlich. Er betonte, dass niemand allein sei und wünschte den AbiturientInnen Gottes Segen für ihren weiteren Lebensweg.

Bürgermeister Heußner erinnerte in seinem Grußwort an den berühmtesten Sohn der Stadt: Kanzler Feige, der 1527 in Marburg die Philipps Universität mitbegründet hatte, was die engen Beziehung der Stadt zur Marburger Universität bis heute erkläre. Allerdings gab er den Absolventen den Rat, es dann nicht wie Kanzler Feige zu machen, der nach seiner Ausbildung nicht nach Hess. Lichtenau zurückgekehrt sei: „Die Stadt braucht Sie!“, rief er den AbiturientInnen zu.

Frau Heyner, die Vorsitzende des Schulelternbeirats, nutzte in Bezug auf das Abiturzeugnis die Metapher des Schlüssels, der neue Türen aufschließe, hinter denen es wertvolle Dinge zu entdecken gelte. Sie dankte den Eltern für deren großes Engagement bei der Unterstützung ihrer Kinder, gerade auch in den sehr anstrengenden Klausurphasen oder bei zahlreichen Schulprojekten.

Der Oberstufenchor stimmte das Lied „Wunderbare Jahre“ an und im Anschluss riefen die TutorInnen der LKs einzelne Schüler auf die Bühne, die wegen besonderer Leistungen geehrt wurden.

Herr Dr. Ipsen (Englisch) und Frau Petersen (Geschichte/ stellvertretend für den erkrankten Herrn Neidiger) überreichten Melvin Frank je ein Buchgeschenk. Herr Schmidt (Musik) benannte Lea- Marie Köneke, Frau Breitner (Deutsch) bat stellvertretend für den gesamten Kurs die Kurssprecherinnen Sophia Müller und Lilli Müller auf die Bühne, während Herr Tschiersky (Mathematik) Maike Gotthardt aufrief. Frau Dr. Graß (Biologie) ehrte Sina Stanzel und Herr Czirnich (Englisch) Lea-Marie Köneke und Lena Schminke. Herr Majczan (Chemie GK) rief Michael Junghans auf die Bühne und Herr Meyfarth (Computer-AG/Schulhomepage) Anna-Lena Volkhardt. Herr Meyfarth ehrte darüber hinaus fünf Absolventen seines Physik-Lks: Philipp Wappler, Keanu Stückrad, Paul Ellend, Julian Schicker und Konstantin Wilhelm. Die Vertreterinnen der Sparkasse Werra-Meißner beschenkten Lea-Marie Köneke und Charlotte Beutler als Jahrgangsbeste mit einem Open Flair Ticket. Beide Schülerinnen wurden darüber hinaus für ein Stipendium der Studienstiftung des Deutschen Volkes vorgeschlagen und für ihr herausragendes soziales Engagement wurde Charlotte Beutler von der Referentin des Bundestagsabgeordneten Michael Roth, Frau Schmuch, ebenfalls Absolventin der FvSS, geehrt.

Die Veranstaltung strebte nun unter Leitung von Frau Petersen und den TutorInnen ihrem Höhepunkt zu: Der Verleihung der Abiturzeugnisse.

Der traditionelle Irische Reisesegen wurde abschließend vom Oberstufenchor und dem Ehemaligenchor intoniert. Den Ausklang bildete ein kleiner Sektempfang, bei dem es Gelegenheit gab, noch das eine Dankeschön loszuwerden oder den anderen guten Wunsch auf den Weg mitzugeben.

Text: C.Seiler, Fotos: M.Schaefer