Freiherr-vom-Stein-Schule

Freiherr-vom-Stein-Schule

Gesamtschule mit gym. Oberstufe in Hessisch Lichtenau

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"Elternsein auf Probe"

(Kooperationsprojekt der AWO-Beratungsstelle und der Schulsozialarbeit der Freiherr-vom-Stein-Schule)
Auch im Schuljahr 2010/2011 konnte das Projekt Elternschaft auf Probe wieder in zwei Hauptschulklassen verwirklicht werden. Finanzielle Unterstützung konnte durch eine Antragstellung im Rahmen des Projektes "Stärken vor Ort" in Hessisch Lichtenau gewonnen werden.

Ziele des Projektes
In der Schule werden Jugendliche unter Anderem durch Praktika auf Ihren Einstieg in das Berufsleben vorbereitet. Für das Familienleben bzw. die Elternschaft gibt es diese Möglichkeit nicht! Dabei bestehen gerade in diesem Bereich enorme Unsicherheiten und ein ebenso großer Bedarf nach Information!
  • Auseinandersetzung mit der Rolle als Elternteil
  • Das Projekt soll keinesfalls abschrecken, sondern die Grundlage für eine bewusste Thematisierung von Elternschaft darstellen
  • Sensibilisierung für weitere Themen, die im engen Zusammenhang mit dem Elternsein stehen:
    • Sexualität und Verhütung
    • Haushaltsführung, Ernährung und Gesundheit
    • Umgang mit Konflikten, Stresssituationen und Gewalt

Ablauf:
Im Rahmen des dreitägigen Projektes teilten sich die Schüler in zweier und dreier Gruppen auf, die gemeinsam die Verantwortung für jeweils einen Babysimulator übernahmen.
Jeder Tag beinhaltete zunächst den Austausch über die vergangene Nacht und im Folgenden einen inhaltlichen Block von ca. drei Stunden. Während dieser Zeit wurden die Babysimulatoren in "Tagespflege" gegeben.
Für einige Schüler bestand die Möglichkeit gemeinsam mit einem Mitarbeiter der AWO-Beratungsstelle, zum Hessentag zu fahren, um dort das Projekt vorzustellen und ihre Erfahrungen mit den Simulatoren weiterzugeben.

Funktionsweise der Simulatoren:
An die Jugendlichen wurde jeweils ein Armband verteilt, mit dem sie sich gegenüber dem Simulator registrieren konnten. (Somit war sichergestellt, dass sich in dieser Zeit niemand anderes um das "Baby" kümmern konnte.) Die Hauptbedürfnisse eines Säuglings mussten von den Jugendlichen erkannt und befriedigt werden. Hierzu zählten das Füttern und Windelnwechseln, ebenso wie das auf den Arm nehmen und trösten.

Die Daten darüber, ob ein Bedürfnis befriedigt wurde, oder das „Baby“ lange schreien musste wurden von einem Chip aufgezeichnet und am Ende des Projektes ausgewertet.

Fazit der Jugendlichen:

Die meisten Jugendlichen bezeichneten das Projekt als eine zwar positive, aber auch enorm anstrengende Erfahrung, die sie so schnell nicht wiederholen möchten.
Alle waren der Meinung, dass dieses Projekt anderen Gruppen weiter zu empfehlen ist.